Ökologische Grundsätze
Energie
Dass Badanlagen viel Energie benötigen ist eine Tatsache. Dies war und ist zum Teil auch heute noch eines der grössten täglichen Probleme bei den Hammams im arabischen Raum und hat auch zum Untergang vieler dieser Badehäuser geführt. Hammams werden auch heute noch grösstenteils mit Holz beheizt und vielerorts fahren Zulieferanten den ganzen Tag lang umher und sammeln Holz für den nächsten Tag. Finden sie nicht genug bleibt das Hammam geschlossen. Ähnlich war es auch bei uns in den ehemaligen Kurbädern, ausser diese wurden durch Thermalquellen gespiesen oder waren wie auf der Rigi bekannt als „Chaltes Bad“ und wurden entsprechend genutzt. So legten sich die Wallfahrer in Rigi Kaltbad nackt in den Brunnen, tauchten drei Mal unter und erwärmten sich anschliessend mit einem Lauf um die Kapelle, wozu sie fünf Vaterunser, fünf Ave Maria und den Glauben zu beten hatten. So beschrieben im 16. und 18. Jahrhundert.
Solche Szenarien können wir uns in unserem Umfeld, das geprägt ist von Konsum und Überfluss wie z.B. vollen Gestellen bis vor Ladenschluss und Tankstellen, welche zu jeder Tages- und Nachtzeit Benzin anbieten, fast nicht (mehr) vorstellbar. So auch in unseren Bädern. Unsere Gäste erwarten bei jedem Besuch die von uns angegebenen Temperaturen in allen Räumen und Wasserbecken und wir unsererseits versuchen diesen Bedürfnissen gerecht zu werden aber dies gemäss unserer Philosophie möglichst ökologisch umzusetzen.
Das Hammam & Spa Oktogon Bern wird getreu seinem Ursprung als erstem Gaskessel der Schweiz mit Gas beheizt, das Solbad seit dem Umbau mit Erdsonden, Wärmerückgewinnung aus den Lüftungsanlagen und dem Badwasser sowie Gas und Oel zur Abdeckung der Spitzenlasten. Im Mineralbad & Spa Samedan ist es uns gelungen die gesamte Energieerzeugung ausschliesslich mittels Erdsonden und Wärmerückgewinnung aus Abwasser und der Abluft zu generieren. Das Mineralwasser welches aus 30 Meter Tiefe direkt unter dem Bad entspringt ist lediglich 4-6°C und muss deshalb aufgeheizt werden. Im Thermalbad & Spa Zürich wird das Wasser der Aqui-Quelle 23°C warm aus dem Boden gefördert. Ein Teil davon wird als Badewasser genutzt, ein anderer Teil für die Wärmegewinnung. Die restliche Energieerzeugung erfolgt mittels Wärmepumpen aus dem Sihlgrundwasser und Rückgewinnung aus der Abwärme der Lüftungsanlagen und des Abwassers. Das Mineralbad & Spa Rigi Kaltbad wird komplett durch eine Stückholzheizung sowie Rückgewinnung der Abwärme aus der Lüftungsanlage und dem Abwasser betrieben. Das Holz stammt aus den Wäldern auf der Rigi, welche bisher auf Grund der aufwendigen Transporte zuwenig oder gar nicht genutzt werden konnten und nun direkt im Bad Verwendung finden und dadurch auch zur Gesundung der Wälder auf der Rigi beitragen. Analog ist im Thermalbad & Spa Lostorf die Energieerzeugung mit Holz aus den umliegenden Wäldern, hier in Form von Holzschnitzel geplant. Im Projekt Lido & Spa Locarno erfolgt die Energieerzeugung mittels Wärmepumpen mit Seewasser, analog im Projekt Hammam & Spa Genève Plage.

Wasser
Grundsätzlich ist es unser Anliegen mit allen benötigten Ressourcen möglichst sparsam umzugehen. Dies bezieht sich auch auf das Wasser. Die Wärmegewinnung aus dem Aqui-Wasser z.B. beim Thermalbad & Spa Zürich erfolgt mittels desjenigen Wassers, welches bisher 23°C warm aus den verschiedenen Brunnen auf dem Hürlimann-Areal geflossen ist und gemäss Auflage der Stadt öffentlich genutzt werden darf. Ohne Beeinträchtigung für die Bevölkerung fliesst es nun neu mit 6°C aus den Brunnen. Beim Thermalbad & Spa in Lostorf wird das Badwasser aus einer Quelle geschöpft welche bisher nicht für die Mineralwassererzeugung gebraucht worden ist und dank den neuesten Techniken benötigen wir gegenüber dem früheren Badbetrieb nur noch einen Drittel dieses wertvollen Wassers. Im Mineralbad & Spa Samedan können wir den gesamten Badebetrieb mittels der eignen Quelle, welche auf Grund der Zusammensetzung als Heilquelle gilt betreiben. Dieses Wasser floss früher irgendwo weiter unterhalb von Samedan unkontrolliert in den Flaz. Auf der Rigi dürfen wir einen Teil des (heiligen) Wassers der Felsenquelle, welches den „Drei Schwestern-Brunnen“ speist verwenden. Bisher war das Restwasser oberflächlich abgeflossen und dann unterhalb von Rigi Kaltbad ins Bachsystem geleitet worden.
Chemie
Das Badwasser in öffentlichen Hallen- und Freibäder in der Schweiz muss auf Grund der Vorgaben der sia und des Bundesamts für Gesundheitswesen mit Chemikalien (Chlor zum Teil mit anderen Verbindungen gekoppelt) desinfiziert werden. Ein Versuch unseres Unternehmems im Jahr 2007 ein Verfahren auf Basis von Bakterien zur Desinfektion einzuführen scheiterte im Bundesamt für Gesundheitswesen mit der Begründung, dass dieses Verfahren zuerst im EU-Raum anerkannt sein müsste. Dementsprechend werden unsere Bäder nach wie vor auf Basis von chemischer Badwasseraufbereitung betrieben, wobei diese Stoffe grösstenteils direkt in der Anlage produziert werden und dank feinstabgestimmter Technik jederzeit einwandfreie Wasserwerte garantieren.
Bei den Reinigungsmitteln verwenden wir Produkte welche nach Möglichkeit komplett natürlich abbaubar sind. Die hohen Frequenzen und das für Bakterien ideale Klima mit feuchten Untergründen und warmen „Nährböden“ bedingen eine tägliche und permanente Reinigung um die hohen Hygieneansprüche jederzeit gewährleisten zu können. Diese Vorgaben erfüllen wir in allen unseren Bädern und haben mit der Firma KWZ als Produktelieferant den wohl erfahrensten Partner im Schweizer Markt.
Massage-Produkte
In allen unseren Anlagen werden zusammen pro Jahr gegen 60‘000 Massagen durchgeführt. Zum Wohl unserer Gäste wie auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verwenden wir für alle Massagen nur hochwertigste Produkte auf biologischer Basis der Firma Farfalla Schweiz. Analog bieten wir für unsere Wannenbäder oder im Verkauf in unseren Shops am Empfang ausschliesslich Produkte der Firma Farfalla an. Zum Teil werden diese auch von Farfalla exklusiv für unsere Anlagen kreiert und produziert.
